Klinisch-psychologische Behandlung wird Kassenleistung
Keine Vorfinanzierung, mehr Service, kürzere Wartezeiten
Psychische Gesundheit ist ein wichtiger Teil unseres Wohlbefindens. Viele Menschen benötigen im Laufe ihres Lebens Unterstützung durch klinisch-psychologische Behandlung. Bisher war der Zugang jedoch oft mit hohen Kosten und langen Wartezeiten verbunden.
Ab 2026 gibt es eine wesentliche Verbesserung: Die klinisch-psychologische Behandlung wird erstmals als Kassenleistung angeboten. Für Versicherte bedeutet das einen deutlich leichteren Zugang zur Behandlung, da keine Vorfinanzierung mehr nötig ist und kostenfreie Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Insgesamt werden jährlich rund 120.700 Behandlungseinheiten bereitgestellt und bis 2028 vom Bund gesichert.
Der Zugang erfolgt ab Frühjahr 2026 über eine zentrale Servicestelle des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP). Versicherte können sich dort anmelden und werden anschließend an qualifizierte Klinische Psychologinnen und Psychologen in Wohnortnähe vermittelt. Die Leistungen stehen österreichweit zur Verfügung.
Mit dieser Neuerung wird die psychosoziale Versorgung in Österreich nachhaltig gestärkt. Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten schneller und einfacher professionelle Hilfe – ohne finanzielle Hürden. Damit setzt die Österreichische Gesundheitskasse einen wichtigen Schritt, um psychische Gesundheit besser abzusichern und die Versorgung langfristig zu verbessern.
Quelle: Presseaussendung ÖGK, 10.12.25
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Presseaussendung ÖGK, 10.12.25 | 434.32 KB |