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Suchtprävention für Eltern - ein Nachbericht

Das sagt das Gesetz, aber wie schütze ich mein Kind vor Sucht?

Am 21. Jänner 2020 fand der zweite Teil der Suchtpräventionsserie „Sucht vorbeugen – was tun?“ im Tullner Minoritensaal vor rund 25 interessierten Eltern und Pädagoginnen statt. Irene Köhler von der Fachstelle für Suchtprävention zeigte auf, dass jeder 4. Mensch in Österreich bereits Bekanntschaft mit einer Sucht gemacht hat. Dazu zählen neben Nikotin, Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen, auch Verhaltenssüchte wie Mager- und Ess-/Brechsucht, aber auch die Neigung unkontrolliert zu spielen oder einzukaufen. Die Referentin erörterte, wie Eltern die Lebenskompetenzen ihrer Kinder stärken können, um Abhängigkeiten zu vermeiden und wie wichtig die Vorbildwirkung von Müttern und Vätern ist, denn sie leben den Umgang mit Stress und Krisen vor.

 

Ing. Thomas Schneeweiss vom Landeskriminalamt für Kriminalprävention präsentierte Zahlen und Fakten aus den Statistiken des Suchtmittelgesetzes. Der stellvertretenden Assistenzbereichsleiter informierte über die Jugendschutzbestimmungen und andere gesetzliche Grundlagen, seit der Novelle 2017 sei der Fokus auf „Helfen statt strafen“, denn abschreckende Maßnahmen hatten wenig Wirkung gezeigt. Weiters sprach er darüber, auf welche Alarmsignale zu achten ist und über präventive Maßnahmen aus Sicht der Polizei. Eine gute Vertrauensbasis bildet die Grundlage und beugt Suchtverhalten vor, also mit den Kindern reden, nachfragen und sich interessieren.

 

Großer Dank gilt auch den Direktorinnen und Direktoren der Mittelschulen, die die Bewerbung der Veranstaltung unterstützt haben.

 

Foto Susanne Stöhr-Eißert, Irene Köhler, Michaela Nikl, Thomas Schneeweiss