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Unser Tipp für den Alltag im Oktober

Geistige Fitness – lässt sich das trainieren?

Geht es Ihnen vielleicht auch manchmal so: Sie treffen einen Bekannten und plötzlich fällt Ihnen der Name nicht mehr ein! Gerade wollten Sie noch etwas sagen und plötzlich ist Ihnen das Wort entfallen! Oder Sie stehen in der Küche und wissen nicht mehr, was Sie gerade machen wollten!

Sind das nun schon die ersten Anzeichen der Alzheimerischen Krankheit?

Bekannt ist, dass unsere Merkfähigkeit schon ab dem 30igsten Lebensjahr abnimmt. Doch die erfreuliche Nachricht aus der Forschung. Wir können selbst bis ins hohe Alter lernen. Vorausgesetzt wir trainieren regelmäßig unser Gehirn! Denn das Gehirn ist trainierbar wie ein Muskel.

Schonung, um Abnützungserscheinungen zu verhindern ist die falsche Taktik.

Denken Sie beim Gedächtnistraining an Sudoku und Kreuzworträtsel? Wichtig ist, dass Sie sich nicht auf eine Art der Trainings spezialisieren. Hierdurch haben Sie zwar häufiger ein Erfolgserlebnis und das gute Gefühl, dass Ihr Gedächtnis noch funktioniert. Wichtiger ist jedoch, das gesamte Gehirn mit verschiedenen Aufgaben zu trainieren.

Sie fordern sich geistig immer dann, wenn Sie die Pfade der Gewohnheit verlassen. Der Alltag bietet Ihnen dazu vielerlei Möglichkeiten:

 Verzichten Sie beispielsweise auf einen Einkaufszettel, wenn Sie in den Supermarkt gehen.

Nehmen Sie beim Zähneputzen einmal die andere Hand.

Gehen Sie einen Weg einmal anders als gewohnt.

Blättern Sie die Zeitung von hinten nach vorne durch.

Oder machen Sie gleich einmal ein kleines Experiment:

Klatschen Sie wie beim Applaudieren in die Hände. Welche ist die klatschende, welche die aufnehmende? Wechseln Sie das einmal! Sie werden erstaunt sein wie fremd sich das anfühlt.

Je mächtiger die Gewohnheit ist, desto stärker ist sie in uns verankert. Umso mehr ist unser Gehirn herausgefordert, wenn wir sie durchbrechen und neues ausprobieren.

Nur Sie haben es in der Hand, ob unsere Nervenbahnen verstauben oder ob sie sich weiter vernetzen.

Geistige Fitness umfasst viel mehr als ein intaktes Gedächtnis! Es steht wie eine Metapher dafür, dass man auch mit zunehmendem Alter sein Leben selbst gestalten, die eigenen Angelegenheiten überblicken und Entscheidungen selbst treffen kann.

 

Eva-Maria Mader macht ganzheitliches Gedächtnis und LIMA-Training und ist Geschichtenerzählerin
http://www.praxis-lebensstark.at/

 

Steine, die wie eine Brücke übereinander geschlichtet sind und im Wasser stehen
Senioren, die Blätter in die Luft werfen
Foto Eva-Maria Mader